Kurzbeschreibung
Dinkelmehl wird aus gemahlenem Dinkel hergestellt und gehört zu den klassischen Getreidemehlen. Dinkel ist eng mit Weizen verwandt und besitzt einen leicht nussigen, milden Geschmack.
Das Mehl eignet sich für Brot, Brötchen, Kuchen, Gebäck, Pfannkuchen und viele andere Teige.
Steckbrief
Dinkel gehört botanisch zur Weizengattung und enthält Gluten.
Im Handel findet man unter anderem:
- Dinkelmehl Type 630
- Dinkelmehl Type 812
- Dinkelmehl Type 1050
- Dinkelvollkornmehl
Die Typenzahl gibt den Mineralstoffgehalt des Mehls an. Je höher die Typenzahl, desto mehr Bestandteile des ganzen Korns sind enthalten.
Aroma und Geschmack
Dinkelmehl schmeckt mild, leicht nussig und etwas kräftiger als helles Weizenmehl.
Helle Dinkelmehle besitzen nur ein zurückhaltendes Eigenaroma.
Dunklere Typen und Vollkornmehl schmecken deutlich kräftiger, getreidiger und nussiger.
Herkunft und Geschichte
Dinkel ist eine alte Getreideart und wurde bereits vor mehreren tausend Jahren in Europa angebaut.
Besonders in Mitteleuropa hatte Dinkel lange eine große Bedeutung, wurde später jedoch teilweise durch ertragreicheren Weizen verdrängt.
Heute wird Dinkel wieder häufig für Brot, Gebäck und andere Backwaren verwendet.
Verwendung
Dinkelmehl eignet sich unter anderem für:
- Brot
- Brötchen
- Baguette
- Kuchen
- Plätzchen
- Hefeteige
- Pizza
- Pfannkuchen
- Spätzle
- Nudelteige
- zum Binden von Soßen
Helle Dinkelmehle können in vielen Rezepten ähnlich wie Weizenmehl eingesetzt werden.
Dosierung
Die benötigte Menge richtet sich nach dem jeweiligen Rezept.
Wird Weizenmehl durch Dinkelmehl ersetzt, kann häufig eine ähnliche Menge verwendet werden.
Dinkelteige reagieren jedoch teilweise empfindlicher auf langes oder sehr kräftiges Kneten. Außerdem kann sich die benötigte Flüssigkeitsmenge je nach Mehlsorte unterscheiden.
Die wichtigsten Typen
Dinkelmehl Type 630 ist hell und fein. Es eignet sich besonders für Kuchen, Gebäck, helle Brote und Brötchen.
Dinkelmehl Type 812 besitzt etwas mehr Mineralstoffe und einen kräftigeren Geschmack.
Dinkelmehl Type 1050 ist dunkler und eignet sich besonders für kräftige Brote und herzhafte Backwaren.
Dinkelvollkornmehl enthält das gesamte vermahlene Korn und besitzt den kräftigsten Geschmack.
Dinkelmehl oder Weizenmehl?
Dinkel und Weizen sind eng miteinander verwandt.
Dinkelmehl besitzt häufig einen etwas nussigeren Geschmack. Die Backeigenschaften sind ähnlich, aber nicht identisch.
Dinkelteige können weicher und empfindlicher sein und sollten deshalb häufig etwas schonender verarbeitet werden.
Passt zu
Dinkelmehl harmoniert unter anderem mit:
Hefe, Sauerteig, Milch, Butter, Eiern, Honig, Nüssen, Samen und Kernen.
Bei herzhaften Backwaren passt es außerdem gut zu Kräutern, Käse, Zwiebeln und Gewürzen.
Lagerung
Dinkelmehl sollte trocken, kühl und gut verschlossen gelagert werden.
Es sollte vor Feuchtigkeit, Wärme und Fremdgerüchen geschützt werden.
Vollkornmehl ist aufgrund seines höheren Fettanteils weniger lange lagerfähig als helles Dinkelmehl.
Hinweise
Dinkelmehl enthält Gluten und ist deshalb für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet.
Auch wenn Dinkel manchmal als besser verträglich beschrieben wird, ist er keine glutenfreie Alternative zu Weizen.