Worcestersauce

Kurzbeschreibung

Worcestersauce ist eine dünnflüssige, dunkelbraune Würzsauce mit einem kräftigen, würzigen und leicht säuerlichen Geschmack. Sie wird traditionell aus einer Mischung verschiedener fermentierter und gereifter Zutaten hergestellt.

Bereits kleine Mengen verleihen Soßen, Fleischgerichten, Marinaden und Suppen zusätzliche Würze und Umami.

Steckbrief

Klassische Worcestersauce kann unter anderem enthalten:

  • Essig
  • Melasse oder Zucker
  • Anchovis
  • Tamarinde
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Gewürze
  • Salz

Die genaue Rezeptur unterscheidet sich je nach Hersteller.

Traditionelle Worcestersauce wird nach dem Vermischen der Zutaten über einen längeren Zeitraum gereift, wodurch sich ihr charakteristischer Geschmack entwickelt.

Aroma und Geschmack

Worcestersauce besitzt einen komplexen Geschmack.

Typisch sind:

  • würzige Noten
  • deutliche Säure
  • leichte Süße
  • salzige Noten
  • kräftiges Umami
  • dezente Fruchtigkeit
  • leicht malzige oder karamellige Aromen

Obwohl klassische Varianten Anchovis enthalten, schmeckt die fertige Sauce normalerweise nicht ausgeprägt nach Fisch.

Herkunft und Geschichte

Worcestersauce stammt aus England und ist eng mit der Stadt Worcester verbunden.

Die heute bekannte Form entstand im 19. Jahrhundert. Besonders bekannt wurde die Sauce durch die englische Herstellungstradition von Lea & Perrins.

Inzwischen gibt es zahlreiche Varianten verschiedener Hersteller und Rezepturen.

Verwendung

Worcestersauce eignet sich unter anderem für:

  • Fleischgerichte
  • Hackfleischgerichte
  • Soßen
  • Bratensoßen
  • Marinaden
  • Suppen
  • Eintöpfe
  • Burger
  • Dressings
  • Grillgerichte
  • Tomatensoßen

Sie kann außerdem zum Abschmecken von kräftigen Gerichten verwendet werden, ohne dass die Sauce selbst geschmacklich im Vordergrund stehen muss.

Dosierung

Worcestersauce ist sehr aromatisch und sollte zunächst sparsam verwendet werden.

Häufig genügen bereits:

  • einige Tropfen
  • ein kleiner Spritzer
  • etwa ½ bis 1 Teelöffel

Danach kann je nach Geschmack nachgewürzt werden.

Worcestersauce oder Sojasoße?

Beide Würzsaucen liefern Salz und Umami, schmecken aber deutlich unterschiedlich.

Sojasoße besitzt vor allem fermentierte, salzige und malzige Aromen.

Worcestersauce ist säuerlicher, komplexer und häufig leicht fruchtig-süßlich.

Sie enthält außerdem traditionell Anchovis und Tamarinde und ist deshalb kein direkter Ersatz für Sojasoße.

Klassisch oder vegetarisch?

Traditionelle Worcestersauce enthält häufig Anchovis und ist deshalb weder vegetarisch noch vegan.

Mittlerweile gibt es auch vegetarische und vegane Varianten, bei denen auf Fischbestandteile verzichtet wird.

Die Zutatenliste sollte deshalb geprüft werden.

Passt zu

Worcestersauce harmoniert unter anderem mit:

Rindfleisch, Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Senf, Pfeffer, Chili, Paprika und Essig.

Besonders gut eignet sie sich für kräftige Fleischsoßen, Marinaden und Grillgerichte.

Lagerung

Ungeöffnete Worcestersauce ist aufgrund ihres Säure- und Salzgehalts meist lange haltbar.

Nach dem Öffnen sollte sie gut verschlossen und vor Wärme sowie direktem Sonnenlicht geschützt aufbewahrt werden.

Je nach Hersteller kann eine Lagerung im Kühlschrank empfohlen werden.

Hinweise

Klassische Worcestersauce kann Fisch, insbesondere Anchovis, enthalten.

Je nach Rezeptur können außerdem weitere Allergene enthalten sein.

Worcestersauce ist stark konzentriert. Beim Würzen sollte deshalb zunächst nur eine kleine Menge verwendet und anschließend abgeschmeckt werden.