Sesam

Kurzbeschreibung

Sesam sind kleine, ölreiche Samen der Sesampflanze. Sie werden seit Jahrtausenden als Lebensmittel und Gewürzzutat verwendet und besitzen einen mild-nussigen Geschmack.

Für den Würzkessel sind vor allem weißer Sesam und schwarzer Sesam interessant. Beide stammen von derselben Pflanzenart, unterscheiden sich aber deutlich in Farbe, Geschmack und typischer Verwendung.

Steckbrief

Sesam stammt von der Pflanze Sesamum indicum.

Die Samen sind klein, flach und oval. Im Handel findet man unter anderem:

  • weißen Sesam
  • schwarzen Sesam
  • geschälten Sesam
  • ungeschälten Sesam
  • gerösteten Sesam

Sesamsamen enthalten viel Fett und werden deshalb auch zur Herstellung von Sesamöl und Sesampaste verwendet.

Aroma und Geschmack

Sesam schmeckt mild bis kräftig nussig.

Weißer Sesam ist meist milder, leicht süßlich und zurückhaltend.

Schwarzer Sesam schmeckt häufig kräftiger, würziger und etwas herber.

Durch Rösten wird das Aroma beider Varianten deutlich intensiver und nussiger.

Herkunft und Geschichte

Sesam gehört zu den ältesten bekannten Ölpflanzen.

Sein Ursprung wird vor allem in Afrika und Asien vermutet. Schon früh wurde Sesam in Indien, im Nahen Osten und im Mittelmeerraum genutzt.

Heute wird Sesam in vielen warmen Regionen der Welt angebaut.

Verwendung

Sesam eignet sich unter anderem für:

  • Brot und Brötchen
  • Gebäck
  • Salate
  • Gemüsegerichte
  • Reisgerichte
  • asiatische Gerichte
  • Marinaden
  • Soßen
  • Gewürzmischungen
  • Süßspeisen

Außerdem wird Sesam für Produkte wie Tahin und Sesamöl verwendet.

Dosierung

Sesam kann je nach Gericht sparsam oder großzügiger eingesetzt werden.

Für Brot, Brötchen und Gebäck wird er häufig als Belag verwendet.

In Salaten, Gemüsegerichten oder Gewürzmischungen genügt oft schon eine kleinere Menge, besonders wenn der Sesam vorher geröstet wurde.

Weißer Sesam

Weißer Sesam ist die bekannteste und am häufigsten verwendete Variante.

Er schmeckt mild, leicht nussig und eignet sich besonders gut für:

  • Brot und Brötchen
  • Backwaren
  • Salate
  • Tahin
  • orientalische Gerichte
  • asiatische Speisen

Geschälter weißer Sesam besitzt meist einen besonders milden Geschmack.

Schwarzer Sesam

Schwarzer Sesam besitzt eine dunkle Samenschale und schmeckt meist kräftiger und herber als weißer Sesam.

Er wird häufig verwendet für:

  • asiatische Gerichte
  • Reis
  • Sushi
  • Gemüse
  • Desserts
  • Brot und Gebäck
  • dekorative Garnituren

Seine dunkle Farbe sorgt außerdem für einen starken optischen Kontrast.

Gerösteter Sesam

Beim Rösten entwickelt Sesam ein deutlich intensiveres Aroma.

Die Samen können ohne Fett kurz in einer Pfanne angeröstet werden.

Dabei sollten sie regelmäßig bewegt werden, da Sesam aufgrund seiner geringen Größe schnell zu dunkel werden oder verbrennen kann.

Weiß oder Schwarz?

Beide Varianten können grundsätzlich ähnlich verwendet werden.

Weißer Sesam ist meist milder und vielseitiger.

Schwarzer Sesam besitzt ein kräftigeres Aroma und wird häufig eingesetzt, wenn sowohl geschmacklich als auch optisch ein stärkerer Akzent gewünscht ist.

Auch Mischungen aus weißem und schwarzem Sesam sind möglich.

Passt zu

Sesam harmoniert unter anderem mit:

Sojasoße, Ingwer, Knoblauch, Chili, Honig, Reis, Gemüse, Hühnchen, Fisch und Zitrone.

Bei süßen Speisen passt er auch gut zu Honig, Zucker und Schokolade.

Lagerung

Sesam sollte trocken, kühl und gut verschlossen gelagert werden.

Da die Samen relativ viel Öl enthalten, können sie bei längerer oder zu warmer Lagerung ranzig werden.

Nach dem Öffnen empfiehlt sich deshalb eine möglichst luftdichte Aufbewahrung.

Hinweise

Sesam gehört zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen.

Auch kleine Mengen können bei empfindlichen Personen starke allergische Reaktionen auslösen.

Weißer und schwarzer Sesam stammen grundsätzlich von derselben Pflanzenart, unterscheiden sich jedoch durch Sorte, Samenschale und Verarbeitung.