Kurzbeschreibung
Rosmarin ist ein kräftiges Küchenkraut mit einem harzigen, würzigen und leicht bitteren Aroma. Verwendet werden die nadelförmigen Blätter und jungen Triebspitzen. Rosmarin prägt zahlreiche mediterrane Gerichte und eignet sich besonders für Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Brot.
Steckbrief
Rosmarin stammt von dem immergrünen Halbstrauch Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis, aus der Familie der Lippenblütler. Die festen, schmalen Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Getrockneter Rosmarin besitzt ein besonders konzentriertes Aroma.
Aroma und Geschmack
Rosmarin schmeckt kräftig, harzig, herb und leicht bitter. Sein Duft erinnert an Kiefernnadeln, Kampfer und mediterrane Kräuter. Frische Zweige wirken etwas lebendiger und milder, während getrocknete Nadeln rasch ein Gericht dominieren können.
Herkunft und Geschichte
Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst dort an sonnigen, trockenen Standorten. Das Kraut wird seit der Antike als Gewürz- und Kulturpflanze genutzt. Heute ist Rosmarin weltweit verbreitet und gehört zu den klassischen Kräutern der mediterranen Küche.
Anbau und Ernte
Rosmarin bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort und gut durchlässige, eher trockene Erde. Geerntet werden junge Triebspitzen oder einzelne Zweige. Regelmäßiges Schneiden fördert einen dichten Wuchs. In kälteren Regionen benötigt die Pflanze im Winter einen geschützten Platz.
Verwendung
Rosmarin eignet sich für Kartoffeln, Ofengemüse, Lamm, Rind, Geflügel, Fisch, Brot, Focaccia, Suppen und Marinaden. Ganze Zweige können mitgegart und vor dem Servieren entfernt werden. Fein gehackte Nadeln lassen sich direkt in das Gericht geben und vertragen auch längere Garzeiten.
Dosierung
Für ein Gericht mit zwei bis vier Portionen genügt meist ein kleiner frischer Zweig oder ein halber bis ein ganzer Teelöffel fein gehackte Blätter. Von getrocknetem Rosmarin reicht häufig ein Viertel bis ein halber Teelöffel. Wegen des kräftigen Aromas sollte zunächst sparsam gewürzt werden.
Passt zu
Rosmarin passt besonders gut zu Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Pilzen, Kürbis, Lamm, Rind, Schwein, Geflügel und kräftigem Fisch. Er harmoniert unter anderem mit Thymian, Oregano, Salbei, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Chili und schwarzem Pfeffer.
Lagerung und Konservierung
Frischer Rosmarin hält sich einige Tage im Kühlschrank, wenn er locker in ein feuchtes Tuch gewickelt wird. Zweige können außerdem eingefroren oder an einem luftigen, schattigen Ort getrocknet werden. Getrockneter Rosmarin wird dunkel, trocken und luftdicht verschlossen aufbewahrt.
Hinweise
Rosmarin besitzt ein sehr kräftiges Aroma und kann andere Gewürze leicht überdecken. Ganze, verholzte Stiele sollten vor dem Servieren entfernt werden. Personen mit einer bekannten Allergie gegen Rosmarin oder andere Lippenblütler sollten das Kraut meiden.