Herkunft: Asien → Afghanistan · Asien → Iran · Asien → Pakistan
Kurzbeschreibung
Koriander (Coriandrum sativum) ist eine vielseitige Gewürz- und Kräuterpflanze. Verwendet werden sowohl die frischen Blätter als auch die getrockneten Früchte, die meist als Koriandersamen bezeichnet werden. Beide unterscheiden sich deutlich im Geschmack: Das frische Grün schmeckt intensiv frisch und zitrusartig, die Samen dagegen warm, würzig, leicht süßlich und nussig.
Steckbrief
Koriander gehört zur Familie der Doldenblütler. Die einjährige Pflanze liefert zwei sehr unterschiedliche Würzzutaten:
- Koriandergrün: frische Blätter und junge Stängel
- Koriandersamen: getrocknete Früchte, ganz oder gemahlen
Ganze Samen bleiben länger aromatisch und können kurz vor der Verwendung frisch gemahlen werden.
Aroma und Geschmack
Frisches Koriandergrün besitzt ein kräftiges, frisches und zitrusartiges Aroma. Sein Geschmack wird sehr unterschiedlich wahrgenommen; manche Menschen empfinden ihn als angenehm frisch, andere als seifenartig.
Koriandersamen schmecken dagegen warm, mild würzig, leicht süßlich und etwas nussig. Durch kurzes Anrösten wird ihr Aroma intensiver.
Herkunft und Geschichte
Die ursprüngliche Heimat des Korianders lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Vermutet wird ein Gebiet vom östlichen Mittelmeerraum bis nach Westasien.
Koriander gehört zu den sehr alten Kultur- und Gewürzpflanzen und wird seit Jahrtausenden genutzt. Heute ist er insbesondere in der indischen, südostasiatischen, orientalischen, lateinamerikanischen und europäischen Küche verbreitet.
Verwendung
Frisches Koriandergrün eignet sich besonders für:
- Salate
- Suppen
- Currys
- Reisgerichte
- Chutneys
- Salsas
- asiatische Gerichte
- mexikanische Gerichte
Das Grün wird möglichst erst kurz vor dem Servieren hinzugefügt, da sein Aroma durch langes Kochen deutlich nachlässt.
Koriandersamen eignen sich besonders für:
- Gewürzmischungen
- Currys
- Brot und Backwaren
- Fleischgerichte
- Gemüse
- Hülsenfrüchte
- Marinaden
- eingelegte Speisen
Ganze Samen können kurz ohne Fett angeröstet und anschließend gemahlen oder gemörsert werden.
Dosierung
Frisches Koriandergrün kann je nach Gericht relativ großzügig verwendet werden. Wegen seines intensiven Aromas empfiehlt es sich dennoch, zunächst mit einer kleinen Menge zu beginnen.
Für ein Gericht mit zwei bis vier Portionen genügen bei Koriandersamen meist etwa ½ bis 1 Teelöffel. Bei gemahlenem Koriander reichen häufig ¼ bis ½ Teelöffel.
Frisch, ganz oder gemahlen?
Frisches Koriandergrün und Koriandersamen sind geschmacklich so unterschiedlich, dass sie sich normalerweise nicht gegenseitig ersetzen können.
Ganze Koriandersamen behalten ihr Aroma länger und eignen sich besonders zum frischen Mahlen.
Gemahlener Koriander lässt sich schnell und gleichmäßig verteilen und eignet sich besonders für Gewürzmischungen und Gerichte, bei denen keine ganzen Samen gewünscht sind.
Passt zu
Koriandergrün passt besonders gut zu Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Chili, Fisch, Geflügel und asiatischen oder mexikanischen Gerichten.
Koriandersamen harmonieren unter anderem mit Kartoffeln, Kohl, Möhren, Kürbis, Fleisch, Fisch, Reis und Brot.
Gut passende Gewürze sind Kreuzkümmel, Fenchel, Kardamom, Kurkuma, Chili, Ingwer, Knoblauch und Zimt.
Lagerung
Frisches Koriandergrün sollte möglichst frisch verwendet werden. Kurzzeitig kann es im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Koriandersamen sollten trocken, dunkel und luftdicht verschlossen gelagert werden. Ganze Samen behalten ihr Aroma deutlich länger als bereits gemahlener Koriander.
Hinweise
Koriandergrün wird von Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Eine genetisch bedingte unterschiedliche Geruchswahrnehmung kann dazu führen, dass es für manche Personen seifenartig schmeckt.
Koriandergrün und Koriandersamen unterscheiden sich deutlich in Geschmack und Verwendung und sollten trotz derselben Pflanze als zwei verschiedene Würzformen betrachtet werden.