Paprika

Herkunft: Nordamerika → Mexiko

Kurzbeschreibung

Paprikapulver ist ein vielseitiges Gewürz aus getrockneten und gemahlenen Paprikafrüchten. Je nach verwendeter Sorte und Verarbeitung reicht der Geschmack von mild, süßlich und fruchtig bis deutlich scharf. Zu den bekanntesten Varianten gehören Paprika edelsüß, schärfere Paprikapulver und geräucherte Sorten.

Steckbrief

Paprikapulver wird überwiegend aus Früchten verschiedener Sorten von Capsicum annuum hergestellt. Die Pflanzen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse.

Für Farbe, Aroma und Schärfe sind unter anderem Sorte, Reifegrad und Verarbeitung entscheidend. Im Handel wird Paprikapulver in unterschiedlichen Geschmacks- und Schärfegraden angeboten.

Paprika edelsüß

Paprika edelsüß ist eine der am häufigsten verwendeten Paprikasorten in der Küche. Das Pulver besitzt eine kräftig rote Farbe und schmeckt mild, warm, leicht süßlich und fruchtig.

Es eignet sich besonders gut, wenn ein Gericht Paprikaaroma und Farbe erhalten soll, ohne deutlich scharf zu werden.

Typische Verwendung:

  • Gulasch
  • Fleischgerichte
  • Geflügel
  • Kartoffelgerichte
  • Gemüse
  • Suppen und Eintöpfe
  • Soßen
  • Marinaden
  • Gewürzmischungen

Weitere Varianten

Neben Paprika edelsüß gibt es unter anderem:

  • scharfes Paprikapulver: deutlich pikant bis scharf
  • geräuchertes Paprikapulver: mit ausgeprägtem Raucharoma
  • milde Paprikasorten: besonders zurückhaltend und süßlich

Die genaue Bezeichnung und Schärfe können je nach Hersteller unterschiedlich sein.

Aroma und Geschmack

Mildes Paprikapulver schmeckt warm, süßlich und fruchtig. Paprika edelsüß besitzt normalerweise nur wenig Schärfe.

Scharfe Sorten enthalten deutlich mehr pikante Bestandteile. Geräuchertes Paprikapulver erhält durch die Trocknung über Rauch ein kräftiges Raucharoma.

Herkunft und Geschichte

Paprikapflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Nach ihrer Einführung in Europa verbreiteten sie sich ab dem 16. Jahrhundert auch in anderen Teilen der Welt.

Besonders Ungarn und Spanien entwickelten ausgeprägte Traditionen beim Anbau und bei der Herstellung von Paprikapulver.

Verwendung

Paprikapulver eignet sich für Gulasch, Eintöpfe, Soßen, Suppen, Fleisch, Geflügel, Kartoffeln, Reis, Gemüse, Hülsenfrüchte und Gewürzmischungen.

Es kann kurz in warmem Fett angeschwitzt werden. Dabei darf es jedoch nicht zu heiß werden, da Paprikapulver schnell bitter werden kann.

Dosierung

Bei Paprika edelsüß kann für ein Gericht mit zwei bis vier Portionen zunächst etwa ½ bis 1 Teelöffel verwendet werden. Für eine kräftigere Farbe und ein deutlicheres Paprikaaroma kann die Menge erhöht werden.

Scharfe Varianten sollten wesentlich vorsichtiger dosiert werden.

Passt zu

Paprikapulver passt besonders gut zu Tomaten, Kartoffeln, Reis, Bohnen, Kohl, Zucchini, Auberginen, Rind, Schwein und Geflügel.

Es harmoniert unter anderem mit Kümmel, Kreuzkümmel, Oregano, Majoran, Thymian, Chili, Knoblauch und Zwiebeln.

Lagerung

Paprikapulver sollte trocken, dunkel und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Licht, Wärme und Sauerstoff lassen Farbe und Aroma vergleichsweise schnell nach.

Hinweise

Paprikapulver darf beim Anbraten nicht zu heiß werden, da es schnell verbrennt und bitter schmeckt.

Die Bezeichnungen und Schärfegrade verschiedener Paprikapulver können sich je nach Hersteller unterscheiden. Bei scharfen Varianten sollte deshalb zunächst sparsam dosiert werden.