Kurzbeschreibung
Glatte Petersilie ist ein vielseitiges Küchenkraut mit kräftigem, frischem Aroma. Ihre glatten, dunkelgrünen Blätter schmecken intensiver als die der krausen Petersilie. Sie eignet sich besonders zum Würzen von Suppen, Soßen, Gemüse, Salaten und Kartoffelgerichten.
Steckbrief
Botanischer Name: Petroselinum crispum var. neapolitanum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Wuchsform: Zweijähriges Küchenkraut
Wuchshöhe: Etwa 30 bis 60 Zentimeter
Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Stiele
Blütezeit: Im zweiten Jahr von Juni bis August
Standort: Sonnig bis halbschattig
Boden: Nährstoffreich, locker und gleichmäßig feucht
Aroma und Geschmack
Glatte Petersilie schmeckt frisch, würzig und leicht pfeffrig. Ihr Aroma ist kräftiger als das der krausen Petersilie. Die Stiele besitzen ebenfalls viel Geschmack und können fein gehackt oder beim Kochen mitverwendet werden.
Herkunft und Geschichte
Petersilie stammt vermutlich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Bereits in der Antike war sie bekannt. Im Mittelalter wurde sie verstärkt in Klostergärten angebaut und entwickelte sich anschließend zu einem der wichtigsten Küchenkräuter Europas.
Anbau und Ernte
Die Aussaat erfolgt von März bis August direkt ins Freiland oder in einen ausreichend tiefen Topf. Petersilie keimt langsam und benötigt dafür häufig mehrere Wochen. Der Boden sollte während dieser Zeit gleichmäßig feucht bleiben.
Geerntet werden zuerst die äußeren Stiele. Das Herz der Pflanze sollte stehen bleiben, damit neue Blätter nachwachsen können. Im zweiten Jahr bildet die Pflanze Blüten und Samen; danach endet ihr Lebenszyklus.
Verwendung
Glatte Petersilie eignet sich für Suppen, Soßen, Eintöpfe, Salate, Kräuterbutter, Kartoffeln, Gemüse, Fisch und Fleisch. Sie sollte möglichst erst gegen Ende der Garzeit hinzugefügt oder frisch über das fertige Gericht gestreut werden.
Dosierung
Je nach Gericht können ein bis zwei Esslöffel frisch gehackte Petersilie für vier Portionen verwendet werden. Da ihr Geschmack deutlich wahrnehmbar ist, sollte zunächst sparsam gewürzt und anschließend abgeschmeckt werden.
Passt zu
Glatte Petersilie passt besonders gut zu Kartoffeln, Möhren, Pilzen, Tomaten, Hülsenfrüchten, Fisch, Geflügel, Rindfleisch, Suppen, Eintöpfen und hellen Soßen. Sie harmoniert unter anderem mit Knoblauch, Schnittlauch, Dill, Thymian und Zitronenschale.
Lagerung und Konservierung
Frische Petersilie hält sich einige Tage im Kühlschrank. Dafür wird sie locker in ein feuchtes Tuch eingeschlagen oder mit den Stielen in ein Glas Wasser gestellt.
Zum längeren Aufbewahren kann sie fein gehackt und eingefroren werden. Trocknen ist möglich, dabei geht jedoch ein großer Teil des frischen Aromas verloren.
Hinweise
Petersilie sollte vor der Verwendung gründlich gewaschen werden. Verwelkte oder gelbe Blätter werden entfernt. Nach der Blüte sollten größere Mengen der Pflanze nicht mehr als Küchenkraut verwendet werden.