Petersilie

Herkunft: Afrika → Nordafrika → Algerien · Afrika → Nordafrika → Marokko · Europa → Balkanhalbinsel · Europa → Griechenland

Kurzbeschreibung

Petersilie gehört zu den bekanntesten und vielseitigsten Küchenkräutern. Verwendet werden vor allem die frischen Blätter und zarten Stiele. Glatte Petersilie besitzt meist ein kräftigeres Aroma, während krause Petersilie etwas milder schmeckt. Beide Formen eignen sich für Suppen, Soßen, Salate, Gemüse-, Kartoffel-, Fisch- und Fleischgerichte sowie für Kräuterbutter und zahlreiche Kräutermischungen.

Steckbrief

Botanischer Name: Petroselinum crispum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler
Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze
Wuchshöhe: etwa 30 bis 60 Zentimeter
Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Stiele
Blütezeit: im zweiten Jahr etwa Juni bis August
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: nährstoffreich, locker und gleichmäßig feucht

Aroma und Geschmack

Petersilie schmeckt frisch, würzig, leicht herb und dezent pfeffrig. Glatte Petersilie besitzt gewöhnlich ein kräftigeres und ausgeprägteres Aroma als krause Petersilie. Auch die Stiele enthalten viel Geschmack und können fein geschnitten mitverwendet oder beim Kochen mitgegart werden.

Herkunft und Geschichte

Petersilie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war bereits in der Antike bekannt. Im Mittelalter wurde sie unter anderem in Kloster- und Küchengärten angebaut. Von dort verbreitete sie sich weiter und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Küchenkräuter Europas. Heute wird Petersilie weltweit angebaut und verwendet.

Anbau und Ernte

Petersilie kann vom Frühjahr bis in den Sommer direkt ins Freiland oder in ausreichend tiefe Gefäße ausgesät werden. Die Samen keimen vergleichsweise langsam und benötigen während dieser Zeit gleichmäßige Feuchtigkeit.

Geerntet werden vorzugsweise die äußeren Stiele. Das Herz der Pflanze bleibt stehen, damit neue Blätter nachwachsen können. Im zweiten Jahr bildet Petersilie Blüten und Samen und beendet anschließend ihren Lebenszyklus.

Verwendung

Petersilie eignet sich für Suppen, Soßen, Eintöpfe, Salate, Kräuterbutter, Kartoffel- und Gemüsegerichte sowie für Fisch und Fleisch. Sie kann außerdem für Kräuterquark, Aufstriche, Füllungen und Gewürzmischungen verwendet werden.

Für ein möglichst frisches Aroma wird Petersilie erst gegen Ende der Garzeit hinzugegeben oder unmittelbar vor dem Servieren über das fertige Gericht gestreut. Die Stiele können bei Suppen und Soßen bereits während des Garens mitverwendet werden.

Dosierung

Je nach Gericht können etwa ein bis zwei Esslöffel fein gehackte frische Petersilie für vier Portionen verwendet werden. Die Menge lässt sich problemlos nach Geschmack erhöhen, da Petersilie in üblichen Küchenmengen nur selten andere Aromen vollständig überdeckt.

Passt zu

Petersilie passt besonders gut zu Kartoffeln, Möhren, Pilzen, Tomaten, Hülsenfrüchten, Fisch, Geflügel, Rind- und Schweinefleisch, Suppen, Eintöpfen und hellen Soßen. Sie harmoniert unter anderem mit Knoblauch, Schnittlauch, Dill, Thymian, Majoran und Zitronenschale.

Lagerung und Konservierung

Frische Petersilie hält sich einige Tage im Kühlschrank. Sie kann locker in ein leicht feuchtes Tuch eingeschlagen oder mit den Stielen in ein Glas mit etwas Wasser gestellt werden.

Zum längeren Aufbewahren eignet sich das Einfrieren besonders gut. Dafür wird die Petersilie gewaschen, gut abgetrocknet, gehackt und portionsweise eingefroren. Trocknen ist ebenfalls möglich, dabei geht jedoch ein erheblicher Teil des frischen Aromas verloren.

Hinweise

Petersilie vor der Verwendung gründlich waschen und welke oder gelbe Pflanzenteile entfernen. Frische Petersilie sollte möglichst erst kurz vor der Verwendung gehackt werden, damit Aroma und Farbe möglichst gut erhalten bleiben.