Herkunft: Ozeanien → Australien → Tasmanien
Kurzbeschreibung
Tasmanischer Pfeffer ist ein aromatisches Gewürz aus Australien mit fruchtigem, würzigem und deutlich scharfem Geschmack. Verwendet werden vor allem die dunklen getrockneten Beeren von Tasmannia lanceolata. Die Schärfe entwickelt sich oft etwas verzögert und kann ein intensives, warmes Mundgefühl hervorrufen.
Botanisch handelt es sich nicht um echten Pfeffer aus der Gattung Piper.
Steckbrief
Tasmanischer Pfeffer (Tasmannia lanceolata) gehört zur Familie der Winteraceae.
Als Gewürz verwendet werden:
- frische oder getrocknete Beeren
- ganze oder gemahlene Beeren
- teilweise auch die aromatischen Blätter
Die Beeren sind zunächst rötlich und werden bei der Reife beziehungsweise Trocknung dunkelviolett bis nahezu schwarz.
Aroma und Geschmack
Tasmanischer Pfeffer schmeckt fruchtig, würzig, leicht süßlich und teilweise etwas harzig.
Die Schärfe unterscheidet sich deutlich von schwarzem Pfeffer. Sie kann sich zunächst zurückhaltend zeigen und anschließend kräftiger werden.
Je nach Qualität können zusätzlich beerige und leicht kräuterartige Noten auftreten.
Herkunft und Geschichte
Tasmanischer Pfeffer stammt aus den kühleren Regionen des südöstlichen Australiens und Tasmaniens.
Die Pflanze wurde bereits von der indigenen Bevölkerung Australiens als Nahrungs- und Würzpflanze genutzt.
Heute gehört sie zu den bekannteren einheimischen australischen Gewürzpflanzen und wird auch außerhalb Australiens als Spezialgewürz angeboten.
Verwendung
Tasmanischer Pfeffer eignet sich besonders für:
- Rind
- Wild
- Lamm
- Geflügel
- Fisch
- Pilze
- Kartoffeln
- Wurzelgemüse
- Soßen
- Marinaden
- Gewürzmischungen
Sein fruchtiges Aroma kann außerdem interessante Akzente bei Käse, Beeren, Desserts und dunkler Schokolade setzen.
Dosierung
Tasmanischer Pfeffer sollte zunächst sparsam verwendet werden.
Für ein Gericht mit zwei bis vier Portionen genügt häufig etwa ¼ bis ½ Teelöffel frisch zerstoßener oder gemahlener Beeren.
Da die Schärfe etwas verzögert wahrgenommen werden kann, empfiehlt es sich, vor dem Nachwürzen kurz abzuwarten.
Ganz oder gemahlen?
Ganze getrocknete Beeren behalten ihr Aroma länger und eignen sich gut zum frischen Mahlen oder Mörsern.
Gemahlener Tasmanischer Pfeffer lässt sich einfacher dosieren, verliert seine flüchtigen Aromen jedoch schneller.
Passt zu
Tasmanischer Pfeffer passt besonders gut zu Rind, Wild, Lamm, Geflügel, Fisch, Pilzen, Kartoffeln und Wurzelgemüse.
Er harmoniert außerdem mit Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Wacholder und fruchtigen Zutaten.
Lagerung
Tasmanischer Pfeffer sollte trocken, dunkel und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden.
Ganze Beeren bleiben deutlich länger aromatisch als bereits gemahlenes Gewürz.
Hinweise
Tasmanischer Pfeffer ist kein echter Pfeffer aus der Gattung Piper.
Seine Beeren stammen von Tasmannia lanceolata und unterscheiden sich sowohl botanisch als auch geschmacklich deutlich von schwarzem Pfeffer.
Neben den Beeren werden auch die Blätter der Pflanze als Gewürz verwendet und häufig als Mountain Pepper Leaf angeboten.