Weizenmehl

Herkunft: Asien → Vorderasien

Kurzbeschreibung

Weizenmehl gehört zu den wichtigsten Grundzutaten in der Küche und beim Backen. Es wird aus den Körnern des Weizens gemahlen und ist je nach Ausmahlungsgrad in verschiedenen Typen erhältlich.

Durch seinen Gehalt an Klebereiweiß eignet sich Weizenmehl besonders gut für Teige, die elastisch werden und beim Backen ihre Form behalten sollen.

Steckbrief

Weizenmehl wird aus Weizenkörnern hergestellt. Je nachdem, welche Bestandteile des Korns beim Mahlen enthalten bleiben, entstehen unterschiedliche Mehltypen.

Im Handel findet man unter anderem:

  • Weizenmehl Type 405
  • Weizenmehl Type 550
  • Weizenmehl Type 812
  • Weizenmehl Type 1050
  • Weizenmehl Type 1600
  • Weizenvollkornmehl

Je höher die Typenzahl, desto höher ist im Allgemeinen der Mineralstoffgehalt des Mehls.

Aroma und Geschmack

Helles Weizenmehl besitzt einen milden, weitgehend neutralen Geschmack.

Mit zunehmendem Ausmahlungsgrad wird das Aroma kräftiger und leicht getreidig bis nussig. Vollkornmehl besitzt den deutlichsten Eigengeschmack.

Herkunft und Geschichte

Weizen gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Seine frühen Formen wurden bereits vor mehreren Tausend Jahren im Gebiet des sogenannten Fruchtbaren Halbmonds in Vorderasien angebaut.

Von dort verbreitete sich der Weizenanbau nach Europa, Nordafrika und später in nahezu alle gemäßigten Regionen der Erde.

Heute zählt Weizen weltweit zu den bedeutendsten Getreidearten.

Verwendung

Weizenmehl wird unter anderem verwendet für:

  • Brot und Brötchen
  • Kuchen und Gebäck
  • Pizza
  • Nudelteig
  • Pfannkuchen
  • Knödel und Teigwaren
  • Soßen und Suppen zum Binden
  • Panaden
  • Mehlschwitzen

Welche Mehlsorte geeignet ist, hängt vom jeweiligen Gericht und der gewünschten Teigbeschaffenheit ab.

Welcher Mehltyp wofür?

Type 405
Sehr helles und feines Haushaltsmehl. Gut geeignet für Kuchen, Kekse, Pfannkuchen und zum Binden von Soßen.

Type 550
Etwas kräftiger und besonders gut für Brötchen, helle Brote, Pizza und Hefeteige geeignet.

Type 812 und 1050
Kräftigere Mehle für Brot und herzhafte Backwaren.

Type 1600
Dunkles, mineralstoffreiches Weizenmehl, hauptsächlich für kräftige Brote.

Vollkornmehl
Enthält nahezu das gesamte Korn einschließlich Randschichten und Keimling und hat deshalb keine klassische Typennummer.

Dosierung

Die benötigte Menge richtet sich vollständig nach dem jeweiligen Rezept.

Beim Austausch verschiedener Mehltypen kann sich die benötigte Flüssigkeitsmenge verändern. Dunklere Mehle und Vollkornmehl nehmen häufig mehr Flüssigkeit auf als helles Weizenmehl.

Passt zu

Weizenmehl harmoniert aufgrund seines milden Geschmacks mit nahezu allen süßen und herzhaften Zutaten.

Besonders häufig wird es kombiniert mit:

Milch, Eiern, Butter, Hefe, Sauerteig, Zucker, Salz, Gewürzen, Kräutern, Käse, Gemüse, Fleisch und Obst.

Lagerung

Weizenmehl sollte trocken, kühl und vor Licht geschützt gelagert werden.

Nach dem Öffnen empfiehlt sich ein gut verschlossener Behälter, damit das Mehl keine Feuchtigkeit oder Fremdgerüche aufnimmt und vor Vorratsschädlingen geschützt ist.

Vollkornmehl ist wegen seines höheren Anteils an Keimling und Randschichten weniger lange lagerfähig als stark ausgemahlenes Weißmehl.

Hinweise

Weizen enthält Gluten und ist daher für Menschen mit Zöliakie nicht geeignet.

Rohes Mehl sollte nicht als verzehrfertiges Lebensmittel betrachtet werden. Teige und Speisen mit ungegartem Mehl sollten deshalb grundsätzlich ausreichend erhitzt werden.