Obazda ist ein Klassiker der bayerischen Brotzeit. Reifer Camembert wird mit Quark, Frischkäse und Butter zu einer kräftigen, cremigen Käsezubereitung verarbeitet und mit Paprika, Kümmel und etwas Chili abgeschmeckt. Dazu passen frische Brezen, rote Zwiebeln, Schnittlauch und ein kühles Bier.
Herkunft: Deutschland · Bayern
Herkunft: Europa → Deutschland → Bayern
15 Min Vorbereitung · 15 Min Zubereitung · 30 Min gesamt · Einfach
Zutaten
- 375 g reifer Camembert
- 250 g Quark, vollfett
- 200 g Frischkäse natur
- 70 g weiche Butter
- 2 TL Paprikapulver
- ½ TL Kümmel
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- Chili nach Geschmack
- 1 rote Zwiebel
- Schnittlauch
Dazu
- 5 Brezen
- 500 ml Bier
Zubereitung
- Den Camembert in Stücke schneiden und in eine ausreichend große Schüssel geben.
- Quark, Frischkäse und die weiche Butter dazugeben.
- Alles gründlich miteinander vermengen, bis eine cremige, aber noch leicht rustikale Käsemasse entstanden ist.
- Paprikapulver und Kümmel dazugeben und unterarbeiten.
- Mit Salz, schwarzem Pfeffer und etwas Chili kräftig abschmecken.
- Die rote Zwiebel schälen und fein schneiden. Den Schnittlauch ebenfalls fein schneiden.
- Den Obazden anrichten und mit roter Zwiebel und Schnittlauch garnieren.
- Zusammen mit frischen Brezen und einem kühlen Bier servieren.
Geschichte des Obazden
Der Obazde entstand aus einer sehr praktischen Idee: Reifer oder bereits sehr kräftig gewordener Camembert und Brie sollte nicht weggeworfen werden. Der Käse wurde deshalb mit Butter und Gewürzen vermischt und so wieder zu einer schmackhaften Brotzeit verarbeitet.
Eng verbunden ist der Obazde mit den bayerischen Biergärten. Besonders bekannt machte ihn Katharina Eisenreich, die von 1920 bis 1958 Wirtin des Bräustüberls Weihenstephan in Freising war. Sie servierte ihren Frühschoppen- und Brotzeitgästen die würzige Käsemischung und trug damit wesentlich zu ihrer Verbreitung bei.
Heute gehört der Obazde zu den bekanntesten bayerischen Brotzeitspezialitäten. Seit 2015 sind die Bezeichnungen „Obazda“ und „Obatzter“ als geschützte geografische Angabe der Europäischen Union eingetragen.
Tipps und Varianten
- Für einen kräftigen Obazden sollte der Camembert gut gereift sein. Je reifer der Käse, desto intensiver wird der Geschmack.
- Quark, Frischkäse und Butter machen diese Variante besonders cremig und etwas milder als ältere Rezepturen, die hauptsächlich aus Weichkäse und Butter bestehen.
- Die Zwiebel am besten erst kurz vor dem Servieren schneiden und dazugeben. Rohe Zwiebeln geben mit der Zeit Flüssigkeit ab und können bei längerer Lagerung bitter werden.
- Obazda schmeckt klassisch mit Brezen. Auch Bauernbrot, Radieschen oder Radi passen sehr gut dazu.
Passende Gewürze
Paprika, Kümmel, schwarzer Pfeffer und Chili passen besonders gut zum Obazden.